Ich gebe zu, es sind THE RUMJACKS, die mich zuletzt in Sachen Irish-Folk-Punk wirklich überzeugt im Sinne von geflasht haben. Überzeugt und geflasht in einem Genre, in dem Hörende nur noch selten abseits der Großen (DROPKICK MURPHYS, FLOGING MOLLY) überzeugt und geflasht werden. Aber, verdammt: Wenn ich SIR REG höre, dann stellen sich mir wieder die Nackenhaar auf. Im guten Sinne. Denn die Schweden und ihr irischer Frontmann spielen mit einer derart überzeugenden Geschmeidigkeit und Rasanz und mitunter wüsten Leidenschaft, dass ich, nun ja, geflasht bin. „Kings Of Sweet Feck All“ ist ein Genre-Album, auf dem die agierende Band keinen Deut an Halbherzigkeit zulässt. Jeder Song klingt nach: „Hier stehen wir und schreien Freude und Frust über das Leben raus und hämmern euch unsere Worte mit Wucht in Gehör und Gehirn, auf dass ihr dazu gleichzeitig fluchen, weinen und tanzen und um euch schlagen möget!“ Und welche Gefühlsachterbahn könnte besser zu der Welt dort draußen passen? Herrlich! Ein Album zur richtigen Zeit.
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