SLOW SHOW aus Manchester überzeugen mit ihrem zweiten Album und kultivieren ihre tief in Moll gehaltenen Songs auf den Grundfesten von Streichern, epochalen Chören, Piano, Trompete, Opulenz und viel Pathos und stehen dabei den guten Momenten THE NATIONAL, Nick Cave und den TINDERSTICKS in nichts nach.
Die Songs sind durch ein dunkles und dramatisches Crescendo geprägt und enden oft in einer fiebrigen Coda. Das Zauberwort heißt hier Klangvolumen (in Reduktion). Wie einst der stilprägende Barockmaler Michelangelo Caravaggio mit seinen dunklen Farben und überdimensionierten Bildformaten überzeugte, malen SLOW SHOW in intensiven und plakativen Klangfarben ein musikalisches Gemälde, das als Soundtrack für Caravaggios „Judith enthauptet Holofernes“ dienen könnte: Drama, überbordende Emotionen, Zerwürfnisse, Sinnlichkeit, Tod und Verlust und doch ein Licht am Ende des Tunnels.
„Dream Darling“ bitte großes emotionales Kino.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #129 Dezember16/Januar17 2016 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #145 August/September 2019 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #118 Februar/März 2015 und Markus Kolodziej