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PREAMP DISASTERS

By The Edges

Nach dem fast einstündigen Vorgänger „Waiting For Echoes“ widmen sich PREAMP DISASTERS wieder wie gewohnt der kurzen Form, um erneut den Nachweis zu erbringen, dass für Slow oder Post-Metal nicht die erhabenen Monumental-Aufbauten erforderlich sind, sondern auch knapp dreißig Minuten genug sind, um zum Punkt zu kommen. Auf „By The Edges“ agiert das Quartett aus Luzern sehr Groove-orientiert und lockert dadurch die instrumentale Schwere, die Post-Metal innewohnt, auf. Zwar werden die Muster altbekannter Bands – von CULT OF LUNA zu ISIS zu PELICAN ist der Weg zum Teil nicht weit – hier und da aufgegriffen. Dennoch entwickeln die vier Stücke ein Eigenleben, das den düsteren Growls ebenso Raum gibt wie einigen Stoner-Rock-Ideen. Die Ausgewogenheit von sphärischem Schönklang und rabiaten Tempowechseln machen sich auch PREAMP DISASTERS zu eigen. Denn auch auf „By The Edges“ gilt, was für die Meilensteine des Genres essenziell ist: Ohne die gediegenen, stimmungsvollen Soundscapes wirkt das zähe Grollen und Donnern der apokalyptischen Ausbrüche nicht.