PLASTIC BOMB #110

Gar nicht mal so wenig zu lesen auf den 48 Seiten Bombe. Swen erörtert in seiner Kolumne das Rauchen auf Konzerten und ich bin da ganz bei ihm – mach es nicht, wenn es andere stört. Man grabscht ja auch nicht anderen an den Arsch, außer es ist Partner oder Partnerin und der/die steht drauf.

Ronjas Kolumne hingegen war schon mal motivierter. Mit [DI: UNRU:] nutzt man interviewmäßig die Promomöglichkeiten des eigenen Heftes für einen Plastic Bomb-Release – es gab Zeiten, da hätte man andere dafür gekreuzigt.

Interview ist auf zwei Seiten so nichtssagend, wie man es Ox-Halbseitern (oft zu Unrecht vorwirft. Auch das lustlose SLIME-Interview – eine Pflichtübung von Ronja angesichts der „Titelstory“ – ist der Bombe unwürdig.

Zum Glück geht es mit POWER AGE aus Düsseldorf unterhaltsamer weiter. „The Honey Badger“ schreibt über widerständige Aktivitäten in Griechenland, Chris Scholz war in den USA und wundert sich, ein CLOWNS-Interview aus dem letzten Jahr ist dabei, Thees Uhlmann darf einmal mehr seine heutige Langweilermucke mit „Aber früher war ich Punk!“-Gelaber rechtfertigen, man analysiert den „Polizeiruf 110“ auf Punkaffinität hin, schreibt die „Story of a Skinhead“ fort (Diesmal: Docs) und interviewt die ANTILOPEN GANG, deren Album Ronja treffend als „langweilig, irrelevant und nichtssagend“ qualifiziert.

Es sind die Kleinigkeiten, die hier den Lesereiz ausmachen.