PLANCHETTES

The Truth

Der „gemeine Metaller“, der Lee Dorian und dessen Label immer noch auf CATHEDRAL reduziert, dürfte sich in der jüngeren Vergangenheit mehrfach über den breit gefächerten Musikgeschmack des Meisters gewundert haben, siehe GIUDA.

PLANCHETTES kommen aus New Orleans. Trala Lita ist Bassistin und Background-Sängerin in Personalunion, Kevan Caldwell spielt Gitarre und singt, und Andres Orozko trommelt. Immer wieder erinnert mich Kevans Gesangsstil mit diesem leichten Tremolo und etwas Ian Svenonius-Madness an Jeffrey Lee Pierce, und auch sonst sind da durchaus Parallelen zum GUN CLUB-Mix aus Punk, Sixties-Beat und Americana erkennbar.

Wie auch THE CRAMPS grüßen lassen, wie auch Sixties-Klassiker à la ROLLING STONES, THE WHO oder SMALL FACES. PLANCHETTES tun insgesamt jedoch wenig, um an den typischen Garage-Punk anzuknüpfen, wie man ihn an jeder Ecke geboten bekommt und der mich nicht mehr hinter dem Ofen vorlocken kann, und auch die langweilig gewordenen BLACK LIPS taugen hier nicht als Referenzgröße – nein, man muss sich wirklich immer wieder an GUN CLUB erinnern, und das ist in meiner Welt ein maximalst adelnder Vergleich.