PIMP MY KÖRPER!

Igor Eberhard

Der Autor des Buches ist nicht nur auch als Ox-Schreiber tätig, sondern setzt sich als studierter Ethnologe wissenschaftlich und journalistisch mit verschiedenen Aspekten des Tätowierens auseinander. Für die Leser seines neuen Buches, in dem eben eine Auswahl solcher Arbeiten veröffentlicht wird, ist dies in zweierlei Hinsicht eine gute Sache: Denn einerseits hat das, was er schreibt, Hand und Fuß, und andererseits weiß er auch, wie man interessante Themen leserfreundlich und interessant in Worte fasst.

Diese Kombination ist gerade bei deutschsprachigen Wissenschaftlern leider nicht immer selbstverständlich. Inhaltlich geht es in diesem Werk unter anderem in Essayform um generelle „theoretische Annäherungen an Tätowierungen“, „tätowierte Damen im Zirkus“, „Identitätskonstrukte am Beispiel von Tätowierungen der Maori“, „Tattoos, Klischees und österreichische Medien“ oder in einem Interview um den Bildband mit Gefängnistätowierungen des Fotografen Klaus Pichler.

Ein sachlich interessantes Buch, das einen guten Vorgeschmack auf das bald erscheinende, populäre Sachbuch des Autors über Tätowierungen gibt. Aktuell schreibt er daneben noch an seiner Dissertation über „Kuriositäten, Obszönitäten, Krankheitsbilder? Die Darstellung Tätowierter zu Beginn des 20.

Jahrhunderts am Beispiel der Heidelberger Sammlung Schönfeld“, welche hoffentlich ebenfalls den Weg in die Druckerei finden wird. Für nähere Informationen über den Kollegen Eberhard empfiehlt sich ein Blick auf seine beiden Blogs, die unter blog.tattoo-guide.de oder kaltfronten.wordpress.com zu finden sind.